Ein Leitfaden zu hartem Wasser, Kalk und den unkomplizierten Schritten, mit denen Ihr AquaTru so arbeitet, wie er soll.
Filtert Ihr AquaTru langsamer als früher, gibt es dafür meist zwei Erklärungen. Die erste: Beim Gerät steht eine routinemäßige Wartung an, etwa ein Filterwechsel oder eine Entkalkung. Die zweite, in Regionen mit hartem Wasser besonders häufig: der Mineralgehalt des Wassers selbst, der nach und nach Kalk im Inneren des Systems ablagert.
Beides ist in Europa völlig normal, und in den meisten Fällen lässt sich eine langsamere Filtration mit einfacher Pflege beheben. Ein Herstellungsfehler steckt nur selten dahinter. Dieser Blog erklärt Ihnen, was vermutlich dahintersteckt und was Sie dagegen tun können.
Was ist hartes Wasser?
Hartes Wasser ist Wasser, in dem viele Mineralien gelöst sind, vor allem Calcium und Magnesium. Regenwasser ist zunächst weich. Erst im Boden ändert sich das: Auf seinem Weg nach unten durchdringt es Schichten aus Kalkstein und Kreide und nimmt dabei Mineralien auf. Je länger es durch solches Gestein sickert, desto härter kommt es am Ende bei Ihnen aus dem Hahn.

Deshalb fällt die Wasserhärte von Region zu Region so unterschiedlich aus. Eine europäische Untersuchung zur Grundwasserchemie mit über 7.500 Messpunkten quer über den Kontinent zeigt: Entscheidend ist der Untergrund. Wo Kalkstein ansteht, ist das Wasser hart. Wo Granit liegt, ein Gestein, das sich kaum löst, ist es weich. Zwei Haushalte diesseits und jenseits einer Grenze können daher völlig unterschiedliches Wasser haben.
Hartes Wasser können Sie bedenkenlos trinken. Die europäische Trinkwasserrichtlinie sieht für Härte, Calcium und Magnesium keinen Grenzwert vor. Beides sind essenzielle Mineralstoffe. Wie die McGill University erläutert, tragen die Mengen in hartem Wasser sogar ein wenig zu Ihrer täglichen Zufuhr bei. Hartes Wasser ist also keine Frage der Gesundheit, sondern eine praktische Angelegenheit. Und die beginnt beim Kalk.
Es lohnt sich, die Härte Ihres örtlichen Wassers zu kennen, denn so können Sie Ihre Wartung sinnvoll planen. [Hier folgt der Link zu unserem Wasserhärte-Rechner.]
Wie hartes Wasser Ihren AquaTru beeinflusst
Jeder kennt den weißen, kreidigen Belag am Boden eines Wasserkochers. Das ist Kalk, und er entsteht überall dort, wo hartes Wasser fließt. Das Wasser lässt jedes Mal ein wenig von seinen Mineralien zurück, und Schicht für Schicht setzen sich Calcium und Magnesium an den Innenflächen des Geräts ab.
In einem Umkehrosmosesystem wie AquaTru geschieht genau dasselbe. Der Belag legt sich auf die Bauteile, die das Wasser durchlaufen muss, und damit auch auf die Membran. Je dicker er wird, desto weniger Platz bleibt dem Wasser, und entsprechend langsamer filtert das Gerät. Defekt ist dabei nichts. Die Wege sind lediglich enger geworden, so wie in einem verkalkten Wasserkocher oder einer verkalkten Leitung. Diese Wirkung auf Umkehrosmosemembranen ist wissenschaftlich gut belegt.
Die gute Nachricht: Sie können dem vorbeugen, und wenn Sie früh genug eingreifen, lässt es sich auch wieder rückgängig machen. Nach einer Entkalkung fließt das Wasser wieder ungehindert, und das Gerät arbeitet wie gewohnt.
So bleibt Ihr AquaTru in Bestform
Die Pflege Ihres AquaTru verlangt sehr wenig. Ihre Bedienungsanleitung nennt das Wesentliche, und die folgenden Schritte halten das Gerät länger so leistungsfähig, wie es sein soll.
Kennen Sie Ihre Wasserhärte. AquaTru arbeitet am besten mit Wasser bis 171 mg/L, also rund 9,5 °dH. Härteres Wasser hindert Sie nicht an der Nutzung des Geräts, doch zu wissen, wo Sie stehen, erlaubt Ihnen, Ihre Wartung entsprechend zu planen.
Entkalken Sie regelmäßig. Entkalken ist mit Abstand die wirksamste Methode, Kalkbildung zu verhindern und die Filtergeschwindigkeit zu erhalten. Das AquaTru Entkalkungsset (Classic und Carafe) verwendet natürliche Zitronensäure in Lebensmittelqualität, die die Calcium- und Magnesiumablagerungen im Inneren des Systems auflöst. Die Säure reagiert mit dem Kalk und baut ihn ab, sodass er ausgespült werden kann, was die inneren Kanäle freilegt und den normalen Durchfluss wiederherstellt, ohne die Bauteile anzugreifen. Bei mäßiger Härte ist ein Entkalken zweimal jährlich sinnvoll. In Regionen mit hartem Wasser empfiehlt sich monatliches Entkalken. Kurze visuelle Anleitungen stehen für den Classic und den Carafe bereit.

Erwägen Sie einen Wasserenthärter in sehr harten Regionen. Wo die Härte ausgeprägt ist, verringert ein an Ihre Zuleitung angeschlossener Enthärter die Mineralfracht, bevor sie Ihren AquaTru überhaupt erreicht. Enthärter arbeiten mittels Ionenaustausch. Hartes Wasser strömt durch ein Bett kleiner Harzperlen, die Natrium tragen. Calcium und Magnesium werden dem Wasser entzogen und von den Perlen gebunden, die dafür eine geringe Menge Natrium abgeben. Was herauskommt, ist weicheres Wasser, das weit weniger Kalk bildet.
Wechseln Sie den RO-Filter bei Bedarf. In Regionen mit hartem Wasser arbeitet der Umkehrosmosefilter stärker und muss möglicherweise etwas häufiger gewechselt werden als anderswo. Das ist völlig normal und schlicht Teil dessen, das Gerät sauberes, wohlschmeckendes Wasser liefern zu lassen. Filterpakete sind günstiger als Einzelkäufe, und gelegentliche Angebote bieten eine weitere Gelegenheit, die Kosten für Ersatz zu senken.
Nicht die Härte ist das Entscheidende
Wenn die Mineralien in hartem Wasser unschädlich sind, warum dann überhaupt filtern?
Weil Calcium und Magnesium nicht das Einzige sind, was im Leitungswasser steckt. Darin können auch Chlor, Blei, Mikroplastik, Pestizide, Arzneimittelrückstände und weitere Chemikalien enthalten sein. Genau diese Stoffe wollen Sie herausfiltern, und genau dafür ist AquaTru gebaut. Das vierstufige Umkehrosmosesystem entfernt bis zu 99% der Verunreinigungen und senkt die gelösten Feststoffe um bis zu 97%. Die Leistung ist von IAPMO nach NSF/ANSI-Normen zertifiziert.
Wie hart Ihr Wasser auch sein mag, AquaTru liefert dasselbe saubere, gefilterte Ergebnis.
Holen Sie das Beste aus AquaTru heraus
Hartes Wasser gehört für sehr viele Haushalte in Europa zum Alltag, und langsameres Filtern ist seine vertrauteste Folge. Es ist selten ein Defekt und lässt sich ohne Weiteres beherrschen, durch regelmäßiges Entkalken, das Wissen um Ihre örtliche Härte und den gelegentlichen Filterwechsel.
Vor allem aber ist hartes Wasser kein Grund, auf richtig gefiltertes Wasser zu verzichten.

Sie haben bereits einen AquaTru? Etwas regelmäßige Pflege ist alles, was er von Ihnen verlangt. Noch keinen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um umzusteigen.
Entdecken Sie das AquaTru-Sortiment und wählen Sie reines, wohlschmeckendes Wasser für Ihr Zuhause. Wenn Sie Fragen zu Ihrem Gerät haben oder dazu, welches Modell am besten zu Ihnen passt, hilft Ihnen unser Team jederzeit gern weiter.